Es gibt einfach Tage da bleibe auch ich gelassen und sehe über einiges hinweg – ist selten aber passiert ! Heute ist ein Tag an dem ich am liebsten ausrasten würde und dem momentan bei uns sitzendem Stift ins Gesicht springen würde.
Ich als WW-Gold-Mitglied hasse nichts mehr als kleine, dicke Frauen, die den ganzen Tag fressen und sich wundern, warum sie so aussehen wie sie aussehen, dabei dann noch den ganzen Tag Kaffee trinken und sich schlecht kleiden.
Gerade durfte ich ein schlürfendes, knusperndes Müsli-Essen aus dem Augenwinkel beobachten, inkl. entsprechender Geräusche. Das geht mal gar nicht ! Das wäre für mich ein klarer Fall für einen Rausschmiss, aber ich bin ja leider nicht der Ausbilder.
“Sprech doch mal deutlich, ich versteh dich kaum” … je nach Gemüts- und Aggregatszustand passiert es mir, das man mich am Telefon etwas unartikuliert hört und ich Buchstaben mal gern verschlucke. So wurde ich schon einige Male von Dea deswegen aufgezogen, weil sie immer neuere und witzigere Varianten meines Nachnamens er”hören” konnte. Passiert sowas aber im Gespräch mit (Neu-)Kunden, kann dies hinterher zu mitunter witzigen Verunstaltungen des eigenen Nachnamens kommen, hab da schon die schönsten Sachen erlebt. Der Nachname ist halt schnell ausgeprochen in den verschiedensten Variante zu deuten.
Meine Angetraute (so behaupten sehr sehr böse Zungen) hat mich wohl nur geheiratet, um einen klangvolleren und melidiöseren Nachnamen zu bekommen bzw ihren eigenen endlich ablegen zu können. Meldete sie sich früher immer beruflich mit “Capitol-Versicherung, Schadensregulierung A bis L, mein Name ist Dea Fragmichdoch, was kann ich für sie tun?”, so hat sie jetzt seit neuestem auch das, eigentlich nur mir vorbehaltene, Nuschelproblem. Dieses wird belegt, wenn man z.B. folgende Mail bekommt :
Das ist echt ein nuschel Name !!!!! Man versteht mich nicht !
Tja, mein lieber Hase, DAS hättest du dir vorher überlegen müssen
… und wie es in einer Partnerschaft so ist, wenn man den Bund der Ehe eingeht, so wird dann auch direkt gefragt: “Und, wann werdet ihr schwanger?”
Wer uns kennt, der weiß, das wir kinderlieb sind, aber gerne auf eigene verzichten würden (jedenfalls in geraumer Zukunft).
Und außerdem: Essen und Streicheleinheiten einfordern, die Bude dreckig und ein paar Dinge kaputt machen, Nerven rauben und Spaß bereiten, das kann sie auch: unsere Häsin (links, nicht rechts )
Es gibt Momente, da wünscht sich jeder irgendwann einmal, seine 15 Minuten Ruhm zu haben. Sei es als überragender Sportler, allerorts beliebter Sänger oder Schauspieler oder als Held des Alltags.
Dieses Gefühl, wie es sein könnte, wurde uns auf unserer Hochzeit zum Geschenk gemacht. Persönliche Briefe erreichten uns von Frau Merkel, dazu noch von den Herren Dworak, Herbig, Köhler, Lichter und Löw, das ganze überbracht von Conzuela, E-Heldin und Tinky.
Wie sie es geschafft haben: keine Ahnung. Das sie es geschafft haben: Danke für das Gefühl einer 15-Minuten-Berühmtheit.
Ihr glaubt gar nicht wie schön es ist, wenn um 5:45 h der Wecker klingelt, man (Frau) gar nicht aufstehen mag, weil es Montag morgen ist und die Arbeit ruft. (Ich hasse Montage !)Frau um Punkt 7 h einstempelt, den Rechner hochfährt und gar nichts geht…. Es ist ein Traum! Soviel Zeit kann man gar nicht mit Kaffee, oder Teewasser kochen verbringen bis der User Help Desk auch endlich mal arbeitet, nämlich um Punkt 8 h. So ein Mist ! Und das kann ja sooo langweilig sein ! Gott sei Dank ist in solchen Momenten das Quatschen mit einem frischem Kaffee und seinen Kolleginnen ja offiziel erlaubt, da ja keiner Arbeiten konnte.
Naja, das erste mal richtige arbeiten konnten wir um 12:30 h bis ca. 14:30 h ! Also produktiver geht es doch nicht, oder ????
Da ist man also nun “vom Markt” und stellt fest, das es gar nicht so schlimm ist, wie man früher als Pubertierender gedacht hat. Das “Ja” tat nicht weh, eher die Reaktion der Braut darauf (“Strike”). Alles was an diesem Tag war, ist für immer ins Stammhirn gebrannt, die Freude, die Traurigkeit, die vielen lachenden Gesichter, die sich einem gezeigt haben.
Und dann gibt es noch das, was einem Brautpaar geschenkt wird: die guten Worte, die warmen Gesten, die mehr wert sind, als jedes Geschenk … und dann die Geschenke, die unerwartet kommen. Und wenn man für eines der Geschenke auch noch in ferner Zukunft seine ureigensten Ängste überwinden muss, um dieses Geschenk zu “erfüllen”, so werd ich dies gerne tun.
Heute ist es endlich soweit. Die erste Anmeldung auf unserem Blog und der Erste Artikel. Ich nehme mir das Recht, als frisch gebackene Ehefrau den Blog zu entjungfern.
Nach einer super-tollen -”schönste Tag in unserem Leben”-Hochzeit mit vielen lieben Menschen, die den Tag mit uns verbracht haben, und einer wunderschönen Hochzeitsreise nach Südtirol, beginnt nun der Alltag wieder. Leider !
Auf diesem Wege möchten wir uns bei diesen lieben Menschen bedanken, die an unserem Hochzeitstag mit uns gefeiert haben und mit uns ganz viel Spaß hatten. Besonders danken möchten wir dem lieben OLNO und Family für die Möglichkeit, einen Blog zu haben und von ihm zu lernen, diesen zu verwalten… Danke !